chronische Lebererkrankungen
Neben den chronischen, durch Hepatitis B, C oder D-Viren verursachten Infektionen der Leber, gibt es zahlreiche weitere Ursachen, die zu einer chronischen Erkrankung der Leber führen können. Eine der häufigsten Ursachen für eine Erhöhung der Leberenzyme in den Industrieländern ist eine chronische Fetteinlagerung in der Leber.
Man unterscheidet dabei einen verstärkten Alkoholkonsum als Ursache (ASH) von einer nicht alkohol-bedingten Fetteinlagerung (NAFLD) oder Fettleberhepatitis (NASH). Klinische Beschwerden fehlen oft, mitunter können Appetitlosigkeit, Übelkeit, Völlegefühl oder Druckempfindlichkeit bei vergrösserter Leber auftreten.
Fettleber
Hämochromatose
Eine der häufigsten genetisch bedingten Krankheiten überhaupt ist die heriditäre Hämochromatose, eine erbliche Eisenspeicherstörung. Neben anderen Organen lagert sich Eisen vermehrt in der Leber ab, schädigt diese und endet unbehandelt meist in einer Leberzirrhose.Wesentlich seltener tritt eine chronische Kupferspeicherstörung der Leber (M. Wilson) oder ein alpha 1 Antitrypsinmangel als Ursache der Leberschädigung auf.
Autoimmunhepatitiden
Richtet sich das körpereigene Immunsystem gegen Leber- oder Gallengangstrukturen spricht man von einer Autoimmunerkrankung der Leber. Autoimmunhepatitiden, PSC und PBC können die Leber nachhaltig schädigen und bedürfen einer spezialisierten Behandlung.
