Lymphozytendifferenzierung (zellulärer Immunstatus)

Differenzierung der Lymphozytensubpopulation

Lymphozytensubpopulation:   Immunphänotypisierung von Lymphozyten

Messmethode:   Durchflußzytometrie (direkte Immunphänotypisierung) mit dem BD FACSCalibur™ Durchflusszytometer

Probenmaterial:   2 x 3 ml EDTA-Blut

Hinweis:   EDTA-Monovette sofort nach der Abnahme durch Schwenken gründlich mischen.

Parameter:

  • B-Lymphozyten  (CD 19 Zellen)
  • T-Lymphozyten  (CD3 Zellen)
  • CD4-T-Lymphozyten (T-Helferzellen = CD3/CD4 Zellen)
  • CD8-T-Lymphozyten (T-Suppressorzellen)
  • CD4/CD8-Ratio (Berechnung des Quotienten aus CD4- und CD8-T-Lymphozyten)  (T4/T8-Ratio)
  • Aktivierte T-Lymphozyten
  • Zytotoxische T-Zellen  (CD8/38, CD8/28)
  • CD8CD38/CD8CD28-Ratio
  • Natürliche Killerzellen (NK-Zellen)

Referenzbereiche:

absolut (Zellen/µl)        Relativ (%)

B-Lymphozyten                                              100 -  500 c/µl             6 - 19 %
T-Lymphozyten                                              700 - 2100 c/µl          55 - 83 %
CD4-T-Lymphozyten                                       300 - 1400 c/µl          28 - 57 %
CD8-T-Lymphozyten
CD4/CD8-Ratio                                                                               1,0 - 3,6 %
Aktivierte T-Lymphozyten
Zytotoxische T-Zellen                                        200- 900 c/µl         10 - 39 %
Natürliche Killerzellen                                         90 - 600 c/µl           7 - 31 % 

Referenzbereiche für die Zellzahlen und der Relativanteile bei Erwachsenen (> 16 Jahre). Die Werte sind Verfahrensabhängig, deshalb sind jeweils die mit dem Befund übermittelten Referenzbereiche gültig.

Indikation:  Bei einer HIV-Infektion ist die Bestimmung bzw. Charakterisierung von Lymphozytendifferenzierung zur Verlaufs- und Therapiekontrolle bei einer HIV-Infektion.

Ein Immunstatus beinhaltet T-Lymphozyten, T-Helferzellen,
zytotoxische T-Zellen, B-Lymphozyten und Natürliche Killerzellen. Veränderungen der CD8CD38/CD8CD28-Ratio geben Hinweise auf eine Veränderung des individuellen Gesundheitszustandes bei immungeschwächten Patienten.

Ergänzende Analysen beinhalten beispielsweise Aktivierungsmarker.
Weiterhin ist die Bestimmung u. a. indiziert bei primären (angeborenen) und sekundären (erworbenen) Immundefekten, CIVD, Tumorerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, lymphoproliferativen Erkrankungen, Lymphomen bzw. Leukämien.

Ansatz:   täglich

Probentransport:   Postversand möglich

Lagerung bei Raumtemperatur (15°-25°C)

Bei Postversand beachten Sie bitte die gesetzlichen Bestimmungen.

Um die quantitativen Zellpopulationen zu ermitteln muss eine gleichzeitige Bestimmung der Leukozyten und eine Bestimmung des Differentialblutbildes erfolgen.